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"Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt. Nämlich durchs Leben zu gehen ohne Lärm zu machen. (Ernest Hemingway)
Was kann entzückender sein als verspielte, lebensfrohe Katzenkinder? Damit sich die kleinen Stubentiger ungestört entwickeln können, sollten zweibeinige Katzeneltern den wichtigsten Kinderkrankheiten ihrer Schützlinge schon frühzeitig zu Leibe rücken.
Die schöne Luna und ihre 6 Katzenbaybs an der Milchbar.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von:
Charteux de haut tilleul
Bereits in den ersten Lebenstagen infizieren sich viele Katzenwelpen mit Spul-würmern. Das infizierte Muttertier überträgt die Wurmlarven mit der Milch auf ihre Jungen. Über die Speiseröhre gelangen die Larven in den Welpendarm. Dort werden sie geschlechtsreif und produzieren Wurmeier, die mit dem Katzenkot ausgeschieden werden. In ihrem Bemühen, sich durch Belecken sauber zu halten, infizieren sich Jung- und Alttiere mit den Wurmeiern stets aufs Neue. Die sich aus den aufgenommenen Eiern entwickelnden Larven wandern auf unterschiedlichen Wegen durch den Katzenkörper, um in den Darm zu gelangen. Unterwegs können sich einige Larven in der Körpermuskulatur abkapseln. Sie bilden ein Infektionsreservoir, das immer dann aktiviert wird, wenn die Körperabwehr nachlässt, zum Beispiel unter Stress oder während der Trächtigkeit. Dann setzen die Larven ihre Wanderung fort und gelangen so auch in das Gesäuge. | Zum Seitenanfang
Hakenwürmer sind ebenfalls häufig bei Jungkatzen anzutreffen. Ihre Eier werden von infizierten
Tieren mit dem Kot ausge- schieden. In der Außenwelt entwickeln sie sich zu Larven, die sich durch
die Haut in den Körper ihres Wirtes bohren.
Werden die Parasiten nicht frühzeitig ausgemerzt, lei-den die Jungkatzen, bekommen ein strup-piges
Fell und wässrigen bis blutigen Durch-fall. Bei ausgewachsenen Katzen kommt es nur selten zu
klinischen Erschein-ungen. Als Infektionsüber-träger spielen sie aber ebenso wie die infizierten
Jungtiere eine bedeutende Rolle. Denn nicht nur Katzen sind durch Wurm-befall gefährdet, sondern
auch der Mensch. Insbesondere Kinder, die in engem Kontakt mit Katzen leben, können Wurmeier oder
Wurmlarven aufnehmen und durch wandernde Larven Gesundheitsschäden erleiden. | Zum Seitenanfang
Der Infektionsgefahr für Tier und Mensch kann durch ein tierärztlich
kontrol-liertes Entwurmungsprogramm vorgebeugt werden.
Wenn die Möglichkeit besteht,
sollte bereits die trächtige Kätzin auf Wurmbefall untersucht und gegeben-enfalls entwurmt werden. Da im Gewebe abgekapselte Wurmlarven durch die Be-handlung nicht erreicht werden können,
müssen etwa 14 Tage nach der Geburt die Welpen und die Mutterkatze erneut und in regelmäßigen Abständen bis zur Wurm-freiheit behandelt werden.| Zum Seitenanfang
Wurmfreie Kätzchen verfügen über ein unbelastetes Immunsystem und dies ist Voraussetzung, um die Jungtiere im Alter von etwa acht Wochen gegen Infek-tionskrankheiten wie Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut und Leukose zu impfen. Dann setzen die Larven ihre Wanderung fort und gelangen. | Zum Seitenanfang
Quelle: Bundesverband Praktischer Tierärzte e.V., Frankfurt
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