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Einer Katze Augen sind Fenster, die uns eine andere Welt erblicken lassen.
(Irische Legende)
Wenn ich unsere Katzen beobachte, frage ich mich, ist das Verhalten ange-boren oder erlernt ? Wie auch bei den
Menschen kommt es tatsächlich auf den Charakter der Elterntiere an. Beide haben Einfluss auf den
späteren Charakter der Kätzchen.
Es ist also von Vorteil, bei der Zuchtauswahl nach dem Charakter,
dem Wesen und dem Verhalten der Elterntiere zu schauen.
Verkriecht sich ein Muttertier ängstlich hinter das Sofa wenn es klingelt, dann wird das kleine
Kätzchen auch die gleiche Ängstlichkiet zeigen und sich eben-falls verkriechen.
Natürlich sollen es schöne Katzen sein, eine Schönheitszucht betreiben wir allerdings nicht !
Bereits bei der Auswahl der Zuchttiere ist es also von Vorteil ein besonderes Augenmerk auf unbefangenes,
selbstsicheres, Menschenbezogenes Wesen zu legen.
Mit geschlossenen Augen und noch fest verschlossenen Ohren kommen Katzenkinder zur Welt.
Sie liegen blind, taub und völlig hilflos in der Wurfkiste oder da wo die Mutterkatze, sich ihre Wurfkiste
ausgesucht hat. Sie brauchen viel Wärme und suchen diese am Bauch der Mutter. Von Anfang an ist der
Geruchssinn außerordentlich gut entwickelt. An den Geruch der Mutter sind die Kätzchen sehr
schnell gewöhnt, ist das doch die Milchquelle die jeden Tag fließt.
An den Geruch des Züchters gewöhnen sich die Kätzchen ebenfalls recht schnell, da dies die
Hand ist, die sie täglich aus der Wurfkiste holt zum Wiegen.
Besonders die Frühreifen, beginnen in der Wurfkiste auf noch wackeligen Beinchen herum zu krabbeln und ihre nächste Umwelt zu erkunden. Normalerweise verbringen die Katzenbabys die ersten 4 Lebenswochen in der Wurfkiste. Nichts ist schöner, als mit der Katzenmutter zu kuscheln, sich zu wärmen und ganz nah an der besten Milchquelle ihrer kleinen neuen Katzenwelt zu liegen.
Die Katzenbabys öffnen jetzt auch die Augen, allerdings können sie noch nicht viel sehen. Sie schreien und kämpfen um die beste Zitze. Das Gehör und die Reflexe verbessern sich deutlich.
Auch die Sehkraft entwickelt sich weiter. Die Katzenbabys üben sich im Putzen und werden allmählich stubenrein. Alles Neue und Ungewohnte erkunden die Katzenbabys mit ihrer Schnauze und Zunge.
Nun wird es Zeit für Abenteuer, es wird gesprungen, geklettert und mit den Geschwistern und sowie sich selbst gespielt. Es geht rund. Die Wurfkiste wird jetzt immer öfter verlassen. Die Neugier siegt, und der Erkundungsradius weitet sich aus. Die Mutterkatze sorgt mit Geduld und Übersicht dafür, dass die munteren Kleinen nicht gar so übermutig werden. Hoffentlich !
Es werden jetzt erste Kontakte mit dem Kamm und einer weichen Babybürste gemacht. Diese Übung schafft Vertrauen zu dem Menschen und wird mit einem Leckerli belohnt. Aber bitte Vorsicht! Es sollte doch nicht jedes Mal etwas mit einem Leckerli belohnt werden, da sonst frühzeitig Probleme mit dem Gewicht auftreten können.
Die Übung soll dazu dienen, dass sich die Kleinen frühzeitig daran gewöhnen, evtl. als hoffungsvoller Nachwuchs auf Ausstellungen präsentiert zu werden.
Frühzeitiges Gewöhnen an eine Autofahrt mit der ganzen Truppe im Transport Behältnis ist schon einmal eine weitere Übung für spätere Tierarztbesuche. Wird die Mutterkatze die Autofahrt ruhig und gelassen hin-nehmen, werden sich die Kleinen an der Mutter orientieren und ebenso ohne Angst das ganze Spektakel über sich ergehen lassen und die neuen Geräusch-kulissen wenig beachten.
Wenn das so funktioniert, haben die Kleinen einen neuen großen Schritt in ihr künftiges Katzenleben bewältigt. Ein Leckerli nach dem nicht alltäglichen Erlebnis der Autofahrt soll den Kätzchen helfen, das Erlebnis in guter Erinnerung zu behalten.
Mittlerweile hat sich das süße Katzenbaby zu einem kleinen Kätzchen gemausert. Es ist immer und überall dabei und läuft wie ein kleiner Hund hinter einem hinterher. Interessant sind insbesondere die Wassertropfen, die sich nicht fangen lassen.
Bei den täglichen Streifzügen werden immer neue Schlaf-, Versteck-, und Sprungmög-lichkeiten entdeckt. Das Vertrauen zu seinen Menschen wird gestärkt und gefestigt. Klingelt es an der Haustür, setzt man sich neugierig, jedoch in gewisser Distanz in Posi-tion und beobachtet.
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